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Franz Keller

Das Weingut Franz Keller ist im badischen Oberbergen beheimatet, im Herzen des Kaiserstuhls. Die Familie Keller ist dort seit Generationen als Winzer, Gastgeber und Weinhändler verwurzelt. Seit 2014 gehört Franz Keller dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter an. Rund 48,7 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, verteilt auf Vulkan- und Verwitterungsböden des Kaiserstuhls. Tephrit, Basalt, Vulkanverwitterungsgestein und Karbonatit verleihen den Weinbergen eine bemerkenswerte geologische Vielfalt. Bedeutende Parzellen liegen unter anderem in Oberbergen, Achkarren, Oberrotweil und Jechtingen, darunter traditionsreiche Kleinterrassen und Steillagen, deren Ursprünge teilweise bis in die Römerzeit zurückreichen. Geprägt wurde das Haus durch Franz Keller senior, der sich früh für trockene, durchgegorene Weine und den Ausbau im Barrique einsetzte. Fritz Keller führte diesen eigenständigen Weg ab 1990 konsequent weiter. Seit 2016 steht Friedrich Keller für die vierte Generation in der Verantwortung.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Burgundersorten und die klare Herausarbeitung von Herkunft und Lagencharakter. Vorbild ist das Burgund, ohne die Identität des Kaiserstuhls aufzugeben. Die Weine sollen geradlinig, präzise und ideale Begleiter einer anspruchsvollen Küche sein – eine Haltung, die eng mit dem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant Schwarzer Adler verbunden ist. Nachhaltigkeit beginnt für die Kellers im Weinberg. Organische Düngung, mechanische Bodenbearbeitung, Begrünung und konsequente Ertragsreduzierung durch Ausdünnen, Grünlese und Traubenteilung gehören zu den Grundsätzen. Seit 2024 sind die Weine offiziell biozertifiziert; zunehmend fließen auch biodynamische Prinzipien in die tägliche Arbeit ein.

Eine architektonische Besonderheit ist das 2013 fertiggestellte, terrassenförmig in den Rebhang integrierte Weingut. Über drei Ebenen ermöglicht es eine schonende Verarbeitung der Trauben allein durch die Schwerkraft. Begrünte Dachflächen und die Einbettung des Gebäudes in die Erde unterstützen ein natürliches Energiekonzept. So verbindet Franz Keller Tradition und moderne Kellertechnik mit dem Leitgedanken: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

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