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wein luxemburg

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Von Wasserbillig im Norden bis nach Schengen im Süden zieht sich das Weinbaugebiet Luxemburgs entlang der Mosel über 1 400 Hektar, die fast ausschließlich trockene, aromatische Weißweine ergeben. Im Vergleich zu seinen direkten französischen und deutschen Nachbarn fällt das winzige Anbaugebiet  kaum ins Gewicht. Allein im Elsass steht eine Fläche in Ertrag, die fast zehnmal so groß ist. Aber in Luxemburg blickt man auf eine lange Weingeschichte zurück: Ausgrabungen am Ufer der Mosel förderten Grabbeigaben aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Zutage, die mit Trauben und Weinblättern dekoriert waren. Die Luxemburger Mosel besteht überwiegend aus zum Teil steilen, in einigen Fällen sogar spektakulären Hanglagen, die meist nach Südosten oder Süden ausgerichtet sind. Bei einer Schiffsfahrt auf dem Fluss wirken die steilen Hänge besonders beeindruckend, und man erfasst den Aufwand, den die Winzer treiben müssen, um ihre Parzellen zu bearbeiten. Die ohnehin bestehenden Schwierigkeiten bei der Weinbergsarbeit werden in diesem nördlichen Klima noch durch häufige Regenfälle verstärkt. Im Jahresdurchschnitt fallen 725 Millimeter Niederschlag. In dem von seiner Größe her bescheidenen Weingebiet, da sich über 42 Kilometer Länge und 300 bis 400 Meter Breite erstreckt, macht es kaum Sinn, örtliche Besonderheiten hervorzuheben. Dennoch gibt es, was die Bodenbeschaffenheit betrifft, einen deutlichen Unterschied zwischen dem Kanton von Grevenmacher im Norden und dem Remich im Süden. Im Norden ist der Boden von Muschelkalk geprägt und das Tal ist enger. Die dortigen Weine sind geschliffener und gewinnen nach einigen Jahren der Alterung an Rasse. In dem südlicher gelegenen Gebiet, ab der Gemeinde Stadtbredimus, besteht der Boden hauptsächlich aus Keuper mit Tonmergel, und das nun breiter Tal schenkt vollere, harmonischere, aber auch weniger charaktervolle und rassige Weine.
In Luxemburg regiert der Rivaner, eine am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Kreuzung zwischen Riesling und Gutedel. Dabei handelt es sich um keinen anderen als den Müller-Thurgau, der in den nordeuropäischen Anbaugebieten wohl bekannt ist. Noch Anfang der 1980er Jahre dominierte er fast die Hälfte aller Weinberge, aber inzwischen ist sein Bestand auf etwa 35 Prozent gesunken. Der ausgesprochen ertragsstarke Rivaner liefert dezent-fruchtige und angenehme, aber eher schlicht Weine. Auch der Elbling, den man hier seit den Zeiten der Römer anbaut, ist wegen seines in manchen Jahrgängen außerordentlich hohen Säuregehalts unter Druck geraten. Selbst bei günstigen Klimaverhältnissen ergibt er nur einen leichten, frischen, dank der Kohlensäure spritzigen Wein, der als Durstlöscher empfohlen wird, ansonsten aber in die Sektverarbeitung gelangt. Er ist sehr ertragsstark, aber anfällig für Echten Mehltau und Fäule.

Die Luxemburger Winzer wenden sich mit zunehmender Entschiedenheit Rebsorten zu, die hochwertiger sind und ihr besonderes Terroir besser zum Ausdruck bringen. Der Riesling, der auf den Moselhängen besonders spät reift und zu trockenen, leichten Weinen vergoren wird, steht auch hier für Eleganz und Mineralität und entwickelt ein reizvolles, intensives Bukett. Unter den Edelsorten behauptet er den ersten Platz, aber der Auxerrois folgt ihm auf den Fersen. Das mag verwundern, denn dies auch im Elsass verbreitete Sorte besitzt nicht die beste Reputation. Lange hat man sie zu den Burgundern gerechnet, denn es gilt als gesichert, dass auch ihre Herkunft dort zu suchen ist. War sie anderswo vor allem wegen ihrer geringen und unsicheren Erträge verpönt, gewinnt sie an der Luxemburger Mosel mit Rundheit, Struktur und oftmals von Zitrusfrüchten bestimmten Aromen eignen Ausdruck und kann durchaus als Spezialität gelten. In der Gunst der Winzer überflügelt der Auxerrois dem Pinot Blanc eindeutig, der meist etwas nervöser, aber weniger fruchtig gelingt.

Neben dem Riesling werden im Großherzogtum die überzeugendsten Erfolge inzwischen mit Pinot Gris erzielt. Seine Vorzüge liegen in seiner niedrigen Säure, seinen intensiven Aromen und einer Großzügigkeit, die ihm in sonnigen Jahrgängen eine gewisse Opulenz verleiht, und er erreicht mit Volumen, Samtigkeit, Komplexität und Harmonie ein bemerkenswert hohes Niveau. Pinot Noir, Gewürztraminer und Chardonnay sind die raren Außenseiter im Luxemburger Weinbau.

Wie so viele andere Weinregionen erlebt die Luxemburger Mosel Anfang des 20. Jahrhunderts eine schwere Krise, die in den Jahren nachdem Ersten Weltkrieg zur Gründung von Winzergenossenschaften führte. In den damals errichteten Kellereien von Grevenmacher, Wormeldange, Greiveldange, Stadtbredimus, Wellenstein und Remerschen konnte man die Probleme von Weinbau, Weinbereitung und Verkauf leichter in den Griff bekommen. Ein weiterer Schritt wurde 1966 vollzogen, als sich alle Genossenschaften zu „Les Domaines de Vinsmoselle" zusammenschlossen. Ihren rund 800 Mitgliedern gehören zwei Drittel der luxemburgischen Rebflächen, wobei die Mehrheit der Weinbauern ihre Parzellen nur im Nebenerwerb bewirtschaftet, denn die meisten besitzen weniger als einen Hektar Rebfläche. Heute stammen 62 Prozent der Gesamterzeugung aus dem Kellereien der Vinsmoselle. Seit einem Jahrzehnt ist ihre Fläche allerdings rückläufig, denn für die Weinbauern erweist sich die Selbstvermarktung von Trauben als lukrativer.
Die mittlerweile 53 unabhängigen Güter, wo man die Trauben der eigenen Weinberge größtenteils selbst vinifiziert und zum Teil an den Handel weiterverkauft, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Alle erzeugen vorwiegend trockene, durchgegorene Weine, oft aber auch Crémant. In den letzten Ausbau, der 1982 von der Domaine Aly Duhr eingeführt wurde, oder auch für Eiswein. Spät- oder Beerenlesen werden bislang praktisch nicht eingebracht.
Dritte bedeutende Kraft im Bunde des Luxemburger Weinbaus ist der Weinhandel. Seine 35 Häuser füllen 17 Prozent der Gesamtproduktion von rund 160 000 Hektolitern ab. Ihm ist die Einführung des Crémant zu verdanken, dessen Herstellung in den 1920er Jahren aufkam. Die Handelshäuser beziehen ihre Trauben überweigend von Gütern und Vertragswinzern.

(entnommen aus dem vorzüglichen und umfangreichen Werk „Wein" vom André Dominé aus dem Jahre 2000, in Teilen zitiert)

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